Datendiebstahl und Co. sind Alltag

Wer glaubt, dass Cyber-Kriminelle es nur auf Regierungen und große Konzerne abgesehen haben, täuscht sich. So warnt das Bundeskriminalamt auf seiner Webseite: "Im Phänomenbereich Cybercrime ist – wie in kaum einem anderen Deliktsbereich – eine kontinuierlich steigende Kriminalitätsentwicklung zu verzeichnen." Die Bandbreite der kriminellen Aktivitäten ist enorm. Sie reicht von DDoS-Attacken auf Internetseiten über illegale Geschäfte zum Beipsiel mit Waffen bis zum Datendiebstahl. Allgemein, so die Behörde, verlagerten sich Straftaten zunehmend ins Internet. Im Visier der Internetkriminalität ist unter anderem auch die Gesundheitsbranche.

Apotheken im Visier

Der wohl bekannteste Hackerangriff auf eine Apotheke erfolgte in München am Sendlinger Tor. Nachdem Hacker im Herbst 2016 die Monitore im Schaufensterbereich gekapert hatten, lief dort ein Sexfilm in Dauerschleife - sehr zur Freude einiger nächtlicher Passanten. Das war die "Geburtsstunde" der "Porno-Apotheke", wie Zeitungen titelten. Eine Form der Publicity, auf die wohl jede Apothekerin und jeder Apotheker leichten Herzens verzichten kann. Der Vorfall könnte vielleicht noch als geschmackloser Scherz durchgehen, wenn nicht der Internetzugang der Apotheke abgeschnitten und das Bestelltsystem außer Betrieb gesetzt worden wäre.

Virus per E-Mail

Eine falsche E-Mail-Bewerbung wurde ebenfalls 2016 einer Apothekerin zum Verhängnis. Als der Anhang mit den vermeintlichen Bewerbungsunterlagen geöffnet worden war, verschwanden im Computer plötzlich sämtliche Daten des Vormittags. Ein "gut gemachter Trojaner" war für den Schwund verantwortlich. Der Computer für den Wareneingang mit Scanner musste an einen Spezialisten eingeschickt werden. Für die Apothekerin und ihre Mitarbeiter hieß es zurück in eine Vergangenheit, als es noch keine Computer gab.

27 Millionen Datensätze gestohlen

In den Jahren 2006 bis 2011 konnten Unbekannte unbemerkt 27 Millionen Datensätze mit Patienteninformationen und Verkaufsdaten von einem österreichischen Apotheken-Server erbeuten. Unter anderem sollen sich unter den gestohlenen Daten auch die des damaligen österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer befunden haben. Bemerkt wurde der Diebstahl erst, als dem Nachrichtenmagazin News 2013 eine Festplatte mit den Daten zugespielt wurde. Die Angreifer haben Informationen von mindestens sechs Apotheken abgeschöpft.

Und wie geht es weiter?

Der Versicherungsmarktplatz Lloyd‘s of London hat mit dem Risiko-Management-Unternehmen Cyence eine Studie zur Cyber-Kriminalität erstellt. Das Ergebnis: Größere globale Cyber-Attacken können einen wirtschaftlichen Schaden von bis zu 53 Mrd. US-Dollar verursachen - das entspricht in etwa dem Schaden, den 2012 der Hurrikan Sandy an der Ostküste der USA angerichtet hat. In besonders ungünstigen Fällen können Cyber-Angriffe laut der Untersuchung sogar zu Schäden in Höhe von 121 Mrd. US-Dollar führen. „Die Schäden, die Cyber-Attacken auf Unternehmen haben können, können genauso gravierend ausfallen wie die durch eine schwere Naturkatastrophe verursachten“, heißt es hierzu im Report.

Auch wenn es vielleicht nicht so schlimm kommt, wie es diese Studie für möglich hält: Entwarnung kann auf absehbare Zeit nicht gegeben werden. Ganz im Gegenteil ist eine gute Vorsorge dringend notwendig - gerade auch bei Apotheken. Wir beraten Sie gerne.

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Angriffe auf Krankenhäuser

Es ist Mai 2017. Eine Schadsoftware mit Namen "Wanna Cry" überflutet praktisch den ganzen Erdball. Mehr als 230.000 Computer in gut 150 Ländern sollen von der Ransomware befallen worden sein. Das Schadprogramm verschlüsselt Daten und fordert dann von den Besitzern der Rechner ein Lösegeld, damit die Daten wieder freigegeben werden. Opfer der Attacke waren unter anderem die Deutsche Bahn, Nissan und Renault, der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica sowie etliche Krankenhäuser in Großbritannien.

Dass auch Kliniken in der Bundesrepublik nicht vor Attacken aus dem Internet gefeit sind, zeigte sich bereits im Februar 2016, als ein Krankenhaus in Neuss teilweise lahmgelegt wurde. Weil das Hospital auf sein IT-System verzichten musste, wurden unter anderem zahlreiche Operationen abgesetzt. Die Schadsoftware war trotz der Hinzuziehung von Experten nur schwer auszuschalten, so dass das Krankenhaus mehrere Tage ohne Computerhilfe laufen musste, wie Medien berichteten. Der Vorfall in Neuss war kein Einzelfall: Mindestens sechs Kliniken in Nordrhein-Westfalen wurden etwa zur selben Zeit von Hackern attackiert. Selbst ein Jahr nach dem Angriff auf das Neusser Krankenhaus waren die Hintermänner der Attacke noch nicht gefasst.

Kontakt

Michael Jeinsen - Versicherungsmakler für Apotheker und Heilberufe
Oberhofer Weg 68 - 12209 Berlin

030 - 71 54 30 43
Fax: - 71 54 30 44

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