Policencheck: Spezial-Risiken

Selbstverständlich haben Sie sich als Inhaberin oder Inhaber einer Apotheke gegen diverse Risiken versichert. Doch welchen Schutz bietet Ihnen diese Absicherung im Schadensfall tatsächlich? Anhand der hier aufgeführten kurzen Erläuterungen, die typische neuralgische Punkte bei der Versicherung von Apotheken benennen, können Sie selbst Ihre Versicherungsbedingungen prüfen. Ausführlichere Informationen erhalten Sie unter Spezial-Wissen. Und natürlich können Sie die Qualität Ihrer Absicherung auch von uns überprüfen lassen.

Versicherungswert: Versicherungsnehmer, die Ihre heute gültigen Versicherungen nach 2001 abgeschlossen haben, können nicht darauf vertrauen, dass ihre Apothekeneinrichtung zum Neuwert versichert ist, selbst wenn die Police zum Neuwert abgeschlossen ist. Das ist in jedem Einzelfall zu prüfen und bei Bedarf zu vereinbaren. 

Unterversicherung: Die Unterversicherungsklausel beziehungsweise die damit zusammenhängenden Mitwirkungspflichten stellen die meisten  Apotheken vor große Probleme. Schlimmer jedoch wiegt der Aufwand zur Auflistung des Warenlagers, denn dessen Bestand unterliegt im Jahresverlauf erheblichen Schwankungen. Daher sollte in Ihrer Police eine Unterversicherung explizit ausgeschlossen werden.

Betriebsunterbrechung (BU): Stichwort Wiedereröffnungsrevision. Oft müssen Apotheken nach einem Sachschaden länger schließen als andere Unternehmen. Deshalb reichen die versicherten Maximalwerte in Bezug auf den tatsächlichen Schließungszeitraum oft nicht aus. Das gilt gerade auch nach Umbauten und größeren technischen Investitionen.
Eine apothekengerechte Absicherung sollte dies immer berücksichtigen.

Gutachterverfahren: Das übliche Versicherungs-Gutachterverfahren steht im Gegensatz zur ApBetrO (Verordnung über den Betrieb von Apotheken) und bringt den Inhaber sehr schnell in einen möglicherweise kostspieligen Konflikt. Denn im Zweifel gilt für Apotheker ausschließlich das Votum des zuständigen Pharmazierates oder Amtsapothekers und nicht das des Gutachter-Obmanns, das für die meisten Versicherungen entscheidend ist. Für Apotheken darf nur die zuständige Aufsicht verbindlich begutachten, kein Anderer.

Kühlgut und Kühlkette: Der Inhalt von Medizinkühlschränken ist meist entweder gar nicht oder nur gegen Stromausfall des öffentlichen Netzes und mit sehr niedrigen Deckungssummen versichert. Doch Apotheken tragen ein Kühlgutrisiko, dass deutlich über das Risikopotential handelsüblicher Kühlschrankinhalte hinausgeht. Es sollte nicht unversichert bleiben. 

Erweitere Außenversicherung: Grundsätzlich sind Waren nur bei vorübergehender Abwesenheit von der Apotheke versichert. Doch die Ware für Heim- und Praxenbelieferung kommt nicht wieder. Sie sollte trotzdem rechtsverbindlich geschützt sein.

Feuerhaftung: Viele Apotheken liegen in exponierten Lagen wie Einkaufszentren, Ärztehäusern, eng bebauten Innenstädten, Flughäfen oder anderweitig sensiblen Umgebungen. Geht von der Apotheke ein Brand aus, können Regressforderungen geschädigter Nachbarn sehr schnell die versicherte Summe übersteigen.
Die Gefahren der Feuerhaftung sind aus diesem Grund gesondert zu prüfen.

Umweltschaden Zusatzbaustein: Gelangen Medikamentenrückstände durch ein Versehen, einen Unfall oder bei Löscharbeiten in die Umgebung, kommt Ihre Betriebshaftpflicht dafür auf. Allerdings nur für fremdes Gut. Die Dekontamination und Entsorgung auf ihrem eigenen Grund und Boden zahlt Ihnen niemand, sei denn Ihre Umweltschaden-Haftpflicht wurde entsprechend ergänzt. Jeder Apothekeninhaber, der gleichzeitig auch der Grundstücksinhaber ist, sollte das prüfen lassen.

Grob Fahrlässig: Die vielen Gesetze und Vorgaben, die Apotheken betreffen, führen dazu, dass kaum ein Eigenschaden denkbar ist, bei dem der gesetzliche Rahmen eingehalten wurde. Stichworte Retax, KV-Abrechnung, Abgabe Reimport oder Generikum, Beratungspflichten bei der "Pille danach": Immer droht der juristische Vorhalt der groben Fahrlässigkeit. Und dann ist unklar, ob und wie viel der Versicherer ersetzt. Inhaber können sich jedoch auch vor den Konsequenzen grob fahrlässiger Schäden schützen.

Repräsentantenklausel: Apothekeninhaber müssen sich meist „die Kenntnis und das Verhalten seiner Repräsentanten zurechnen lassen“. Wenn diese Repräsentanten als „alle Mitarbeiter oder alle Approbierten“ definiert sind, steht der Inhaber bei von Mitarbeitern verursachten Eigenschäden latent ohne belastbaren Versicherungsschutz da. Für Apotheker sollte daher die Repräsentantenklausel auf Ihn persönlich definiert sein.

Nachhaftung: Der Nachhaftungsschutz erstreckt sich auf mögliche Spätschäden nach Schließung der Apotheke. Denn Haftpflichtschäden können Monate oder Jahre nach dem auslösenden Ereignis auftreten. Würde ein Apotheker im Ruhestand so ein Risiko selbst tragen müssen, könnte das seine gesamte Ruhestandsplanung ruinieren. Deshalb ist der Einschluss einer kostenfreien Nachhaftung für Apotheker erste Vermittler-Pflicht.

Cyber-Attacken sind auf dem Vormarsch

Viren, Trojaner und Co. werden längst auch gegen die Gesundheitsbranche eingesetzt. Apothekendaten werden verschlüsselt, IT-Systeme lahmgelegt oder man landet nach einem Hackerangriff als "Porno-Apotheke" in den deutschlandweiten Schlagzeilen. Es ist höchste Zeit, das Thema Cyber-Sicherheit in den Blick zu nehmen.

 

Lernen Sie unser Konzept kennen

  Sie wollen unser Absicherungskonzept für Apotheken kennenlernen? Das lässt sich machen. Wir haben für Sie wichtige Besonderheiten unserer berufsspezifischen Lösung zusammengefasst. Selbstverständlich können Sie sich auch jederzeit direkt an uns wenden.

Weniger ist nicht sicher genug

Wir bieten den umfassenden und berufsspezifischen Schutz für:

 

Wenn Schimmel und Bakterien kommen

Hygieneschäden stellen für Apotheken ein existenzielles Risiko dar. Und das wird schneller Realität, als so mancher denkt. Schon ein kleiner Wasserschaden, kann Schimmelpilze und Bakterien in die Apotheke spülen. Um das zu verhindern oder zumindest schnell unter Kontrolle zu bekommen, braucht es spezialisierte Fachsanierer. Doch die wollen viele Versicherer nicht bezahlen. Mehr

Im Schadensfall
tut Hilfe gut

Kommt es in einer Apotheke zu einem größeren Schaden, dann sind Inhaberinnen und Inhaber in aller Regel dankbar für jede Hilfe, die ihnen Arbeit abnimmt. Hier sieht Michael Jeinsen Versicherungsvermittler in der Pflicht. Die sollten nicht nur die Abstimmung mit dem Versicherer übernehmen, sondern auch andere Dienstleister vom Glaser bis zum Hygienesanierer vermitteln.
 
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Handwerker-Service

Ist etwas zu Bruch gegangen oder hat nach einem Wasser-schaden die Einrichtung gelitten, dann helfen wir Ihnen auch mit unserem Handwerker-Service weiter. Wir kooperieren nämlich mit verschiedenen Betrieben, die Ihre Apotheke schnell wieder auf Vordermann bringen.

Inneneinrichtung

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Apotheker - das Buch

Ein Leitfaden, der zeigt, auf was es bei Versicherungen für Apotheken ankommt. Das Buch richtet sich zwar an Vermittler, "aber es ist auch für Apotheker eine leicht lesbare Lektüre", findet Karin Wahl, ehemalige Kammerpräsidentin und ABDA-Vorständin. Zum Buch

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